bitterkopf

Gift oder Stift…

29. März 2019
von bitterkopf
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‚Schreiben‘

unter meinen Möglichkeiten ruhtest auch Du
allein vom Sein veranlasst, sah nur niemand zu
und mit Schranken lässt sich zum Wunder leiten
ist wahr getrennt von leichtem Leben
schiebst Hoffnung fort, könnt‘ Streit bereiten
wenn Menschen schreiben, was ungelegen
kann Überlegen überheblich sein, zum Überleben ?
ein Überschreiten redlich sein, zum Fortbestehen ?
Ein Wort, Erinnerung gilt zu verbreiten
:: die Menschen schreiben – der Menschen wegen

23. März 2019
von bitterkopf
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‚Am Werk‘

von ungenauer Umschlingung
zum Raubbau an der Werkschau
Kommunikation ohne Imitation
Implikation ohne Bedingung
Information wird Verbindung
Emotion wird zur Schwingung
die ungewiss freie Versinnlichung
und die Umriss bleibende Verdinglichung

28. Februar 2019
von bitterkopf
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‚Dunkel‘

das passt nicht
passt nicht zu mir
verkleidet mich, meidet mich
Bleibt-unter-euch-Gesicht

zu seiden, zu heiter, von Krücken befreit
kein ähnliches Stück macht den Rücken so breit
verstellt mir die Sicht, zum Licht, zur Zier
im Schatten seh‘ ich die Welt von hier

am Tage, wenn ich mein Dunkel trage
ertrage, solang‘ ich mein „munter“ beklage
ertrinke ich gräulich im See aus Verdacht
bleibt mir nur die Nacht
die mich farbenfroh macht

12. Februar 2019
von bitterkopf
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‚Gedankenverloren‘

in Gedanken verloren
so versank, ging verloren
was Gedanken geworden
Floß und Anker aus Sorgen
aus Gedanken geborgen
die die Planken betrogen
von Gedanken erprobt
große Segel gewoben
und der Wind wird gesogen
zum Gedanke erkoren
führt hinaus den Verstand
über wankende Wogen

1. Februar 2019
von bitterkopf
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‚Konzern-Concern‘

Die fortschreitende Technologisierung alles Menschlichen.
Die Maskierung zukünftiger Lebenswelten.
Die unumkehrbare politische Dekonstruktion.

Ein Immer-Alles-Überall unter zappelnden Oberflächen.
Gewinner setzen zum Sprung an.
Unberechenbares macht Bedenken still.
Protest verzagt, dann im Gleichschritt, wie der Markt es will.
Lebens-Geist, Sinn und Würde, abgelenkt vom Zuviel.
Übermacht braucht keine Waffen, wenn IM Menschen das Ziel.

31. Januar 2019
von bitterkopf
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‚Symmetrie‘

Sieh an – Sieh an
Die kopierte Existenz
Kongruente Konkurrenz
Einfall-Ausfall-Symmetrie
Lieblich, reich an Sympathie
In Phantasie schwimmt Empathie
Bis Du versinkst – Verlasse Sie !

19. Januar 2019
von bitterkopf
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‚Wir alle wurden‘

Wir alle wurden

Wer niemand werden müsste
und niemand werden würde
von allen Erden wüsste
und nie zu Erden würde
der kennt kein Leid

Wissen befreit nicht von Ungewissheit
Seit alles ist, ist alles Zeit
Fragen nur Beigaben, endliche Bürden
die jedem Bestehen Vergehen verbürgen

14. Januar 2019
von bitterkopf
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‚Menschen Wert‘

sei einen Menschen wert

sei einem Menschen Wert

gib einem menschen Wert

gebe der Menschheit Wert

Geben ist nie verkehrt

Leben ist nie verkehrt

Leben ist nie verkehrt

Leben ist nie verkehrt

30. Dezember 2018
von bitterkopf
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‚Vergangenheit‘

:: Einen Schritt weiter
:: Religion ist Vergangenheit

vergangen am Leben
vergangen an allem, was Menschen werden

:: Eine neue Erzählung
die im Jetzt beginnt

:: Das vernetzte Kind
das an Macht gewinnt
:: Das verletzte Kind
das nach Rache sinnt

:: Geh vorbei Litanei
die Gesetz bestimmt

:: So besetzt und nimmt
was zu Text gerann
wird von Schätzen blind
wer nicht schätzen kann

:: Liegt doch vieles im Auge
so auch Liebe und Glaube
wie vergossenes Blut und vergorene Traube

28. Dezember 2018
von bitterkopf
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‚Winter‘

Alles weiß im Einschlafen
Gleißend hell und lügend, strafend
find‘ ich Gefallen am Gefallen-Sein
und richte mich aufs Sterben ein

Nur schlafen kann ich nicht
könnt‘ ich nur gnädig sein mit mir
Verblasst mein Schattenriss im Licht
weckt mich die Angst, dass ich erfrier‘

Was würd‘ mein Selbstverlust bezwecken
wenn nicht die Flucht vor Eitelkeit
Wasch‘ mich im Lebensfluss von Flecken
träger Unerfahrenheit

Genug der Büßerei
könnt‘ ich nur fertig sein mit Dir
Die Ruh‘ beschwert Dein stetig Necken
bis ich mein Ich ans Licht verlier‘

Und wär’s am Ende noch Gefälligkeit
ging‘ ich hinein in Deine Helligkeit ?
So strahlt Dein Leuchten nur im Dunkeln
wie draußen fahle Sterne funkeln

Würd‘ mich Dein Augenlicht entdecken
hier unter starren Decken steckend ?
Deck mich auf, mich zu besiegen !
Schreck‘ ich auf, die Träume blieben