bitterkopf

Gift oder Stift…

15. November 2021
von bitterkopf
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‚Wie lange noch‘

Lang ist’s her
was ich schwer auch reimen könnte
Und schliefe in Erlebnistiefe alles Dunkel
wäre Zeit vergeudet, hier zu bleiben und zu schreiben
Doch es war lichtlos
Nicht bloß düster, unbehaglich
Nein, lichtlos ohne Trost
Aufgestoßene Leere, steinerne Sphäre
Alles versagt sich unter Geschichten, wie es wäre
denn es ist nicht !
Und daher spricht es nicht, es bezwingt !
Wer damit ringt, versteht, wenn es gelingt
dass es vergeht, dass es nichts bringt !
Wer’s Grauen blickt, kann’s Wohl verschmerzen
Keine Kerzen der Geherzten, Abgehetzten
Anfang März verstummt das Scherzen
Keine Einsicht, fremde Ärztin
die die Zeit nicht quälen sah
unbeherzt und unnahbar
All mein Schmerz ist was geschah

3. Januar 2021
von bitterkopf
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‚Sorge‘

Du dachtest du dachtest

stieg dir ins Ohr
worauf du besser achtest
steht dir bevor

erst angesteckt
ein Schandfleck
dann Standpunkt
ein Abgrund

Du denkst du denkst

all deine Ängste, die Enge, dein Engel

dein Leid ist Verleitung
dein Reden macht flehend
so dreht sich Alles um Sorge

nie versteh, verdreh, was ich dir borge
neu verorte meine Worte
nur dass sie jemand anders horte

5. Oktober 2020
von bitterkopf
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‚Theoretisches Leben‘

Setz Dich zu mir in mein
theoretisches Leben
Schenk Dir ein, reinen Wein
aus vergorenen Reben
Herb und wahrhaft ergeben
den betrogenen Seelen
aus verlogenen Reden
vom verlorenen Segen

Möchtest Du mich befreien
schließ‘ mich ein, bin verlegen
Hörst Du mein leises Sein
Endlich lass es geschehen
Will doch klären, verstehen
was den Wille berührte
was mich sehnend zu sehen
in die Stille entführte

Letzte Ruh hier im Schein
vom frenetischen Streben
Würd‘ der Keim doch allein
noch im Regen vergehen
Ohne Spur ist mein Preis
mein Verbrechen am Leben
Braucht es Schwur und Beweis
um Versprechen zu geben?

Für die Welt noch zu klein
für pathetische Reden
Will gewonnenes Leben
aus Ersonnenem heben
Was begonnen im Schrei’n
will ich hören und sehen
erhellt, im Widerschein
vieler Köpfe und Seelen

30. Juli 2020
von bitterkopf
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‚Melodie‘

Das…
was den Raum überwiegt
wo die Zeit nicht verrinnt
wenn das Leben versiegt

Wer siegt…
wenn Verstand unterliegt
lebt die Angst wieder auf
wenn der Rauch sich verzieht

Was…
wenn die Hoffnung zerschellt
weil der Schall, der sie trägt
kein Vertrauen enthält

Was zählt…
wenn der Brand dieser Welt
jede Schlucht überquert
und den Fluchtweg verstellt

Lass mich…
wohin der Wind zieht
Hass‘ mich
was wie ein Kind fühlt
Fasst mich
ein Herz, das blind sieht
das mich
zum Lebenssinn führt

Schufen in Generationen
viele Stufen und Stationen
Wann berufen, wann entthronen
Wann verrufen Traditionen

Wen willst Du befrei’n
Lass Zuversicht gedeih’n
Gib dem Wandel seine Zeit
Reich die Hand, sei bereit

Gelassenheit…
wird im Feuer entstellt
nicht das Feuer erstickt
was das Feuer erhellt

Den Kopf gezeigt
bis auf den Kopf gezielt
wird alte Last Geleit
wenn nicht das Herz befielt

Doch was bleibt…
wenn zu Ende gespielt
wenn die Maske zerfällt
durch die Hand, die sie hielt

Wen liebt…
wer zu leben vergisst
und zu Tode erschrickt
wenn die Freiheit ihn küsst

Lass mich…
wohin der Wind zieht
fass‘ Dich
Was wär‘, wenn ’s Kind siegt
Abschied
wenn ’s Herz mich hinzieht
Lach‘ ich
wenn ’s schwer im Wind liegt

13. Juli 2020
von bitterkopf
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‚Fortschritt‘

Alle schrien
Alle schreiten
Alle schreiten fort
vorwärts fallend
bis alle schreiten
schreiten zur Tat
um zu fliehen

23. April 2020
von bitterkopf
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‚Ursprung‘

Gefallen, erfasst
vom Setzplatz verschlungen
gefundener Trieb
im Morast versunken
wo ungleich und geschunden
was dem Wald entweicht und gereicht nur zum Unten
zum Kummer der bleichen
verzweifelten Zungen
auf Geheiß des Gedrungenen
hungernd und feindlich vermeintlich verbunden

Ein Leid bekriegt
den Stammbaum, Stamm ohne jeden Ast
besiegt, wer keine Krone zeigt
Reiß sie aus, die Wurzel schrägen Übels
zum Sturz allen Grübelns und Ungenügens!

Doch niemand hört dich
Monokultur und krank
Es treibt der Keim, Gewalt statt Halt
mit nichts und niemand verwandt

22. März 2020
von bitterkopf
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‚Lass mich frei‘

Entweicht der Atem
verweht die Zeit
Die seh’n erstarrten
in Ewigkeit

Zu leicht zu warten
Was will der Feind
in meinem Garten
Er steht und weint

lass mich frei…
lass mich frei…
lass mich frei…
lass mich frei…

Wer kann das
unüberwindliche Meer für Dich sein
leer für Dich sein

Wer kann im
unwiederbringlichen Ende allein
gesehen sein

Wer kann zur
Wehr unbezwingbares Heer für Dich sein
ergeben sein

Wer will dem
Unaussprechlichen Hände verleih’n
ein Leben leih’n

Lasse dich nie mehr allein
nie mehr allein
Lasse dich nie mehr allein
nie wieder nein

Lasse dich nie mehr allein
nie mehr allein
Lasse dich nie mehr allein
nie mehr allein alleine sein

Ängstlich erfasst Du
die Macht, die zerfällt, gern
bricht unter Last, was Verdacht
schon am Sterben hält

Längst verblasst bist Du
schwach und der Welt fern
Nichts im Kontrast, wenn die Nacht
keine Sterne zählt

Fang mich auf
Gib mir ein Sehnen
Schlag mich auf, unterlauf Unempfänglichkeit

Gib nicht auf
Zeit zu verstehen
unberauscht, doch bereit für Vergänglichkeit

12. März 2020
von bitterkopf
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‚Tau‘

t..
tau
taue
traue
trauer
tropfen
träne
trinke
träume
trage
hoffnung
offen
bahre
bange fragen
was noch wäre
lang gefangen
kalte wangen
langsam sanken
und erlagen
leise sangen
die gedanken
die verlangen
wie versagen
nie vergangen
nie begraben
viele waren
und verschwanden
niemand haben
niemals klagen
unbehagen
unverstanden
alle sahen
was wir fanden

28. Dezember 2019
von bitterkopf
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‚Programme‘

Was die neue Klasse programmiert
Korrupte Programme veränderter Weltanschauung
mit Truppen erkrankter Information
Verpuppte Versprechen in Kettenreaktion
Bestechend – Algorithmen, die sich ‚Selbst‘ schreiben
Wen regt das auf…
Menschen-Aus- und Entwertung, berechnete Vernichtung
Der nächtlich verächtliche Neid – berechtigtes Leid
Leb‘ dich nur aus, so bös‘ und herzlich
Wer spricht von Verbrechen gegen die Menschlichkeit